Manchmal merkt man, dass in der Architektur neue Sachen erforscht werden oder es Fortschritte in verschiedenen Bereichen gibt. Dann hat man das Gefühl: Ja, geht doch.

Anton

Maus

35

Deutschland

Anton ist Architekt und vor Kurzem nach Landshut gezogen. Für ihn ist „Klimakrise“ der treffendere Begriff. Emotional verbindet er damit vor allem Angst, Anspannung und ungute Gefühle. Diese sind nicht ständig präsent, kehren jedoch immer wieder zurück, besonders wenn Berichte über mögliche zukünftige Entwicklungen zu nahe an ihn herankommen. Um Abstand zu gewinnen, hat Anton seinen Medienkonsum bewusst reduziert. Er versucht, körperlich und mental fit zu bleiben, auf sich Acht zu geben und die Krise nicht so nah an sich heranzulassen, dass sie ihn zu sehr herunterzieht.

Gleichzeitig haben klimabewusstere Entscheidungen auch positive Erfahrungen in seinen Alltag gebracht. Anton hat das Reisen mit der Bahn für sich entdeckt, insbesondere Nachtzüge, aber auch Bikepacking. Dabei erlebt er diese Möglichkeiten nicht nur als Ersatz für Flugreisen, sondern als eigenständige und bereichernde Formen des Reisens. Auch in seinem Berufsfeld nimmt er wahr, dass neue Ansätze erforscht werden und Fortschritte entstehen. Solche Entwicklungen können kurzzeitig Optimismus auslösen: das Gefühl, dass Veränderung doch möglich ist.

Die ausgewählten Karten spiegeln ein Spannungsfeld zwischen Angst, Resignation und Zuversicht wider. Anton wählt zunächst ein zitterndes, verängstigtes Gesicht, weil ihn das, was auf die Menschen zukommen könnte, gruselt. Er verbindet damit Anspannung und die beunruhigenden Dinge, die er liest und hört. Eine zweite Karte steht für eine eher hinnehmende Haltung: Manchmal bleibt nur der Gedanke, dass es nun einmal so ist und man irgendwie hindurchmuss. Die letzte, bejahende Karte verkörpert dagegen jenen Optimismus, der entsteht, wenn Anton positive Nachrichten wahrnimmt, nachhaltige Reiseformen erlebt oder Innovationen in der Architektur sieht.

Dieser Optimismus gerät jedoch leicht aus dem Blick. Für Anton überwiegt insgesamt der Eindruck negativer Entwicklungen, auch weil verständlicherweise häufiger über Bedrohungen und Krisen berichtet wird. Seine Hoffnung beruht weniger auf einer schnellen Lösung als auf einer langfristigen Betrachtung der Menschheitsgeschichte. Er vertraut darauf, dass Menschen aus großen Krisen immer wieder gelernt haben – auch wenn der Weg dadurch zunächst sehr schwer sein kann.

Zitate

Ich verbinde mit der Klimakrise Angst und eher ungute Gefühle.

Ich versuche, nicht mehr ganz so viele Medien zu konsumieren wie früher, um ein bisschen Abstand zu gewinnen.

Ich habe die Zugreisen total für mich entdeckt – zum Beispiel Nachtzüge oder Bikepacking, die ganz andere Formen des Reisens ermöglichen.“

Manchmal merkt man, dass in der Architektur neue Sachen erforscht werden oder es Fortschritte in verschiedenen Bereichen gibt. Dann hat man das Gefühl: Ja, geht doch.

Hoffnung

Mir macht Hoffnung, dass der Mensch aus großen Krisen immer wieder gelernt hat und es langfristig meistens bergauf geht – auch wenn es mittelfristig oft scheiße ist.

Mir macht Hoffnung, dass der Mensch aus großen Krisen immer wieder gelernt hat und es langfristig meistens bergauf geht – auch wenn es mittelfristig oft scheiße ist.

Das macht mir Hoffnung

🇩🇪 Germany’s Greenhouse Gas Emissions

Population 84.55 Million, Europe.

Key Messages

  • Emissions: Germany emitted around 669 megatonnes CO2e in 2024, about 1.17% of the global total.
  • Per person: Emissions were around 7.9 tonnes per person per year in 2024, rated very high on a scale where any level above zero adds warming.
  • Trend: Germany’s emissions fell by around 30 megatonnes CO2e a year, or 3.69% yearly, over the ten years to 2024-slower than the 4% yearly global decline needed for Net Zero in 2050 and around 1.7 °C warming.
  • What drives it: CO2 makes up 85% of Germany’s emissions, methane 8.3%, nitrous oxide 4.8% and F-gases 1.5%.
  • Historic responsibility: Since 1851, Germany’s emissions have produced around 112,000 megatonnes CO2e of warming impact, about 2.87% of the global total, averaging around 10.1 tonnes per person per year-rated extremely high.