Tag: Distanzierung

  • Jule — Deutschland

    Jule — Deutschland

    Jule ist Mutter von zwei Kindern, wird bald heiraten und arbeitet als pädagogische Leitung in einem Gehörlosenverband. Sie reist gerne und macht Yoga, auch wenn ihr Familienalltag momentan nur wenig Zeit für ihre vielen Interessen lässt.

    Der Klimawandel ist für Jule schwer zu greifen. Am deutlichsten begegnet er ihr in alltäglichen Entscheidungen und den Diskussionen darüber. Ein Beispiel ist das Fliegen: Ihr sind die Auswirkungen bewusst, doch eine Zugreise ist häufig erheblich teurer – besonders für eine Familie. Dadurch gerät sie zwischen persönliche Wünsche, finanzielle Möglichkeiten und ein wachsendes schlechtes Gewissen. Dass die klimafreundlichere Möglichkeit oft die weniger leistbare ist, empfindet sie als falsch.

    Man hat schon ein schlechtes Gewissen mittlerweile.

    Unmittelbarer nimmt sie die Veränderungen durch das Verschwinden der Winter wahr, die sie aus ihrer Kindheit kennt. In Rosenheim spielte sie in großen Schneebergen und baute Iglus. Heute rieselt es manchmal nur noch ein wenig. Das prägt auch die Diskussionen in ihrer Familie über Skifahren und künstliche Beschneiung. Jule versteht die Kritik, doch das Skifahren gehört für sie zu ihrer Kindheit und zu der Region, in der sie aufgewachsen ist. Sie möchte, dass ihre Kinder es lernen, solange es noch möglich ist, und eigene Erinnerungen daran entwickeln können.

    Obwohl ihr die Zukunft Sorgen bereitet, möchte Jule nicht, dass diese Unsicherheit bereits die Gegenwart ihrer Kinder bestimmt. Sie werden sich zwangsläufig auf veränderte Bedingungen einstellen müssen. Die Angst davor soll sie jedoch nicht daran hindern, jetzt eine schöne Kindheit zu erleben.

    Die ständige Flut negativer Nachrichten macht Jule wütend und frustriert sie – besonders wenn ihr politische Entscheidungen unlogisch erscheinen und die eigenen Einflussmöglichkeiten begrenzt wirken. Deshalb schränkt sie ihren Medienkonsum bewusst ein und informiert sich gezielt. Ihre knappe Zeit und Energie investiert sie lieber in ihre Kinder und in ein stabiles Familienleben.

    Ihre Karten spiegeln diese Spannung wider. „Ups“ steht für Momente, in denen ihr plötzlich die Klimawirkung von etwas bewusst wird, das sie gerne tut. „Gruselig“ sind die möglichen Entwicklungen, besonders mit Blick auf ihre Kinder und spätere Generationen. Mit „nicht so schlimm“ versucht sie zugleich darauf zu vertrauen, dass Menschen umdenken und andere Wege finden werden.

    Mir geht es darum, dass meine Kinder eine schöne Kindheit haben – jetzt und nicht erst in zehn Jahren.

    Hoffnung macht mir, dass man sich ein Umfeld aufbaut, in dem es einem gut geht, egal was passiert – mit seinen Menschen, seiner Familie. In einem Wort: Liebe.

    Was macht mir Hoffnung?

    🇩🇪 Germany’s Greenhouse Gas Emissions

    Population 84.55 Million, Europe.

    Key Messages

    • Emissions: Germany emitted around 669 megatonnes CO2e in 2024, about 1.17% of the global total.
    • Per person: Emissions were around 7.9 tonnes per person per year in 2024, rated very high on a scale where any level above zero adds warming.
    • Trend: Germany’s emissions fell by around 30 megatonnes CO2e a year, or 3.69% yearly, over the ten years to 2024-slower than the 4% yearly global decline needed for Net Zero in 2050 and around 1.7 °C warming.
    • What drives it: CO2 makes up 85% of Germany’s emissions, methane 8.3%, nitrous oxide 4.8% and F-gases 1.5%.
    • Historic responsibility: Since 1851, Germany’s emissions have produced around 112,000 megatonnes CO2e of warming impact, about 2.87% of the global total, averaging around 10.1 tonnes per person per year-rated extremely high.
  • Anneliese — Deutschland

    Anneliese — Deutschland

    Anneliese erlebt den Klimawandel als bedrückend und stressig. Besonders am Zustand des Waldes nimmt sie seine Auswirkungen wahr. Wenn sie jedoch an ihre Söhne und deren Zukunft denkt, beschäftigt sie die weltpolitische Lage mit Personen wie Trump und Putin noch stärker.

    Die Vielzahl an Krisen und beunruhigenden Nachrichten ist für sie kaum noch auszuhalten. Sie meidet die Medien zunehmend, weil sie nicht mehr versteht, was auf der Welt geschieht und was mit den Menschen los ist. Seit der Coronapandemie hat sich ihr Blick auf die Menschheit verdüstert. Manchmal wünscht sie sich, einfach fortzugehen und in einem Land zu leben, in dem es all diese Probleme nicht gibt. Zugleich weiß sie, dass ein solcher Ort nicht existiert.

    Zitate

    „Ich weiß einfach nicht mehr, was auf der Welt passiert, was mit den Menschen los ist.“

    „Seit Corona zeigt der Mensch seine Fratze.“

    „Manchmal denke ich: Ich will da einfach raus. Aber das geht ja nicht.“

    Hoffnung

    „Ich werde schon irgendwie unbeschadet durchkommen.“

    🇩🇪 Germany’s Greenhouse Gas Emissions

    Population 84.55 Million, Europe.

    Key Messages

    • Emissions: Germany emitted around 669 megatonnes CO2e in 2024, about 1.17% of the global total.
    • Per person: Emissions were around 7.9 tonnes per person per year in 2024, rated very high on a scale where any level above zero adds warming.
    • Trend: Germany’s emissions fell by around 30 megatonnes CO2e a year, or 3.69% yearly, over the ten years to 2024-slower than the 4% yearly global decline needed for Net Zero in 2050 and around 1.7 °C warming.
    • What drives it: CO2 makes up 85% of Germany’s emissions, methane 8.3%, nitrous oxide 4.8% and F-gases 1.5%.
    • Historic responsibility: Since 1851, Germany’s emissions have produced around 112,000 megatonnes CO2e of warming impact, about 2.87% of the global total, averaging around 10.1 tonnes per person per year-rated extremely high.
  • Mathias — Deutschland

    Mathias — Deutschland

    Mathias lebt in der Nähe von Landshut, ist verheiratet, hat zwei Kinder und arbeitet als Ingenieur bei einem Automobilhersteller. Im Alltag bleibt der Klimawandel für ihn meist im Hintergrund. Wahrnehmbar wird er vor allem durch trockenere Wetterverhältnisse und das Gefühl, dass sich die Jahreszeiten verschieben. Andere, unmittelbarere Dinge bestimmen jedoch seinen Alltag. Sein Verhältnis zum Thema habe sich mit dem Alter verändert: Anders als vielleicht mit 15 oder 17 Jahren denke er heute nicht mehr täglich darüber nach, sondern sei stark in Familienleben und alltägliche Verpflichtungen eingebunden.

    Durch seine Kinder wird die Zukunft konkreter. Er wünscht sich, dass sie im Winter weiterhin Schnee erleben und mit einer ähnlichen Vielfalt von Flora und Fauna aufwachsen können wie seine Generation. Die Vorstellung, dass etwa Skifahren künftig nicht mehr selbstverständlich sein könnte, empfindet er als schade. Gleichzeitig geht er davon aus, dass sich die Gesellschaft schrittweise an Veränderungen anpassen muss, die möglicherweise zum Teil nicht mehr umkehrbar sind.

    Die Gefühlskarte „Auch das noch“ bringt seine Wahrnehmung besonders treffend zum Ausdruck. Der Alltag sei bereits voll, und die Klimakrise komme als weiteres großes Problem hinzu, ohne dass sich für den Einzelnen eine eindeutige Handlungsoption anbiete. Daraus entsteht eine gewisse Überforderung: Es fehlt eine unmittelbar sichtbare Verbindung zwischen dem eigenen Tun und einer konkreten Wirkung.

    Einen plötzlichen Zusammenbruch erwartet Mathias dennoch nicht. Er stellt sich die Veränderungen eher langsam und schleichend vor und hofft, dass sich die Menschheit an den eingeschlagenen Weg anpassen kann. Vorsichtig erwägt er, ob einzelne Entwicklungen regional auch positive Seiten haben könnten – etwa bessere Bedingungen für den Weinanbau. Seine Grundstimmung beschreibt er insgesamt als relativ neutral, begleitet von leichtem Unbehagen statt akuter Angst.

    Zugleich nimmt er wahr, dass die Klimakrise medial weniger präsent ist als noch vor einigen Jahren. Kriege, Donald Trump und andere aktuelle Themen hätten sie wieder stärker in den Hintergrund gedrängt. Zuversicht gewinnt er vor allem aus der menschlichen Anpassungsfähigkeit und technischer Erfindungskraft: Wenn Zeit und Handlungsspielraum knapper werden, könnten Menschen kreativer werden und Lösungen wie die CO₂-Abscheidung weiterentwickeln.

    Zitate

    „Der Alltag ist schon recht voll, und man ist eigentlich schon mit den normalen Dingen beschäftigt. Und dann ist eher so das Gefühl: Auch das noch.“

    „Wenn man an die Zukunft denkt, will man schon, dass die Kinder auch noch Schnee haben im Winter und so leben können wie wir – mit Flora und Fauna.“

    „Ich fürchte schon, man muss sich auf diese graduellen Veränderungen jedes Jahr ein bisschen einstellen.“

    „Man hat keine direkte Handlungsoption, wo man als Einzelner sagt: Wenn man jetzt das macht, dann passiert jenes.“

    Was macht mir Hoffnung?

    „Ich bin fest davon überzeugt, dass den Menschen immer etwas einfällt. Je höher der Druck und je knapper die Zeit wird, desto kreativer wird man vielleicht.“

  • Anton — Deutschland

    Anton — Deutschland

    Anton ist Architekt und vor Kurzem nach Landshut gezogen. Für ihn ist „Klimakrise“ der treffendere Begriff. Emotional verbindet er damit vor allem Angst, Anspannung und ungute Gefühle. Diese sind nicht ständig präsent, kehren jedoch immer wieder zurück, besonders wenn Berichte über mögliche zukünftige Entwicklungen zu nahe an ihn herankommen. Um Abstand zu gewinnen, hat Anton seinen Medienkonsum bewusst reduziert. Er versucht, körperlich und mental fit zu bleiben, auf sich Acht zu geben und die Krise nicht so nah an sich heranzulassen, dass sie ihn zu sehr herunterzieht.

    Gleichzeitig haben klimabewusstere Entscheidungen auch positive Erfahrungen in seinen Alltag gebracht. Anton hat das Reisen mit der Bahn für sich entdeckt, insbesondere Nachtzüge, aber auch Bikepacking. Dabei erlebt er diese Möglichkeiten nicht nur als Ersatz für Flugreisen, sondern als eigenständige und bereichernde Formen des Reisens. Auch in seinem Berufsfeld nimmt er wahr, dass neue Ansätze erforscht werden und Fortschritte entstehen. Solche Entwicklungen können kurzzeitig Optimismus auslösen: das Gefühl, dass Veränderung doch möglich ist.

    Die ausgewählten Karten spiegeln ein Spannungsfeld zwischen Angst, Resignation und Zuversicht wider. Anton wählt zunächst ein zitterndes, verängstigtes Gesicht, weil ihn das, was auf die Menschen zukommen könnte, gruselt. Er verbindet damit Anspannung und die beunruhigenden Dinge, die er liest und hört. Eine zweite Karte steht für eine eher hinnehmende Haltung: Manchmal bleibt nur der Gedanke, dass es nun einmal so ist und man irgendwie hindurchmuss. Die letzte, bejahende Karte verkörpert dagegen jenen Optimismus, der entsteht, wenn Anton positive Nachrichten wahrnimmt, nachhaltige Reiseformen erlebt oder Innovationen in der Architektur sieht.

    Dieser Optimismus gerät jedoch leicht aus dem Blick. Für Anton überwiegt insgesamt der Eindruck negativer Entwicklungen, auch weil verständlicherweise häufiger über Bedrohungen und Krisen berichtet wird. Seine Hoffnung beruht weniger auf einer schnellen Lösung als auf einer langfristigen Betrachtung der Menschheitsgeschichte. Er vertraut darauf, dass Menschen aus großen Krisen immer wieder gelernt haben – auch wenn der Weg dadurch zunächst sehr schwer sein kann.

    Zitate

    Ich verbinde mit der Klimakrise Angst und eher ungute Gefühle.

    Ich versuche, nicht mehr ganz so viele Medien zu konsumieren wie früher, um ein bisschen Abstand zu gewinnen.

    Ich habe die Zugreisen total für mich entdeckt – zum Beispiel Nachtzüge oder Bikepacking, die ganz andere Formen des Reisens ermöglichen.“

    Manchmal merkt man, dass in der Architektur neue Sachen erforscht werden oder es Fortschritte in verschiedenen Bereichen gibt. Dann hat man das Gefühl: Ja, geht doch.

    Hoffnung

    Mir macht Hoffnung, dass der Mensch aus großen Krisen immer wieder gelernt hat und es langfristig meistens bergauf geht – auch wenn es mittelfristig oft scheiße ist.

    Mir macht Hoffnung, dass der Mensch aus großen Krisen immer wieder gelernt hat und es langfristig meistens bergauf geht – auch wenn es mittelfristig oft scheiße ist.

    Das macht mir Hoffnung

    🇩🇪 Germany’s Greenhouse Gas Emissions

    Population 84.55 Million, Europe.

    Key Messages

    • Emissions: Germany emitted around 669 megatonnes CO2e in 2024, about 1.17% of the global total.
    • Per person: Emissions were around 7.9 tonnes per person per year in 2024, rated very high on a scale where any level above zero adds warming.
    • Trend: Germany’s emissions fell by around 30 megatonnes CO2e a year, or 3.69% yearly, over the ten years to 2024-slower than the 4% yearly global decline needed for Net Zero in 2050 and around 1.7 °C warming.
    • What drives it: CO2 makes up 85% of Germany’s emissions, methane 8.3%, nitrous oxide 4.8% and F-gases 1.5%.
    • Historic responsibility: Since 1851, Germany’s emissions have produced around 112,000 megatonnes CO2e of warming impact, about 2.87% of the global total, averaging around 10.1 tonnes per person per year-rated extremely high.
  • Laura — Deutschland

    Laura — Deutschland

    Laura ist Lehrerin für Englisch und Musik am Gymnasium und erst vor Kurzem nach Landshut gezogen. Der Klimakrise begegnet sie mit gemischten Gefühlen, insbesondere mit Frustration, Skepsis und Ohnmacht. Schon während ihres Studiums versuchte sie, umweltbewusst zu leben, sich entsprechend zu ernähren und im Bioladen einzukaufen. Gleichzeitig wurde ihr zunehmend bewusst, dass das Handeln Einzelner nicht ausreicht. Die Bewältigung der Klimakrise müsste für sie ein Gemeinschaftsprojekt sein.

    Im Alltag gelingt es Laura häufig, das Thema zu verdrängen. Durch Nachrichten und wahrnehmbare Veränderungen in der Natur rückt es jedoch immer wieder in ihr Bewusstsein und wird auf Dauer schwer ausblendbar. Sie ist skeptisch, ob die Menschheit rechtzeitig entschlossen handeln wird. Zugleich traut sie Menschen grundsätzlich zu, außergewöhnliche Dinge zu erfinden, zu lernen und Lösungen zu entwickeln. Fortschritte wie der wachsende Anteil an Ökostrom in Deutschland stimmen sie etwas zuversichtlich; dennoch fürchtet sie, dass die Veränderungen zu langsam erfolgen, um eine Katastrophe zu verhindern.

    Wenn sie unmittelbar über die Krise nachdenkt, entstehen Ungeduld und Nervosität. Sie ärgert sich darüber, dass Menschen an vertrauten und bequemen Gewohnheiten festhalten, etwa beim Autofahren im ländlichen Bayern. Dabei erhebt sie sich nicht über andere: Auch bei sich selbst beobachtet sie, dass Stress zu weniger nachhaltiger Ernährung oder einer schnelleren Entscheidung für das Auto führt. Sie sieht alle in einem Strudel aus Alltag, Bequemlichkeit und festgefahrenen Strukturen.

    Mit der Karte „schwindelig“ verbindet Laura die kaum überschaubare Informationsmenge und die Schwierigkeit, einzuordnen, was tatsächlich gefährlich, skandalös oder relevant ist. Die Klimakrise desorientiert sie emotional ebenso wie auf der Ebene der Fakten. „Müde“ steht für ihre Erschöpfung angesichts der Leugnung des Klimawandels und politischer Narrative, besonders von rechten Bewegungen, die durch ständige Wiederholung normalisiert werden. Trotzdem wählte sie auch eine positivere Karte mit einem zufriedenen Menschen. Selbst wenn es möglicherweise erst eine schwere Krise braucht, um die Menschheit aufzurütteln, hält sie gemeinschaftliches Handeln für möglich. Die Corona-Krise hat ihr gezeigt, dass in Krisen auch Zusammenarbeit und gute Lösungen entstehen können.

    Zitate

    „Vor allem auch dieses Gefühl, dass man selber nur so ein Kiesel unter vielen ist.“

    „Die meiste Zeit würde ich eher sagen, man verdrängt es recht gut.“

    „Ich wünschte mir, ich könnte da optimistischer sein.“

    „Es geht nicht alles schnell genug, die Menschen kommen nicht schnell genug in die Gänge.“

    „Also dieses Gefühl der Ohnmacht, das Gefühl, man weiß gar nicht, wo einem der Kopf steht.“

    “Mehr Mut zum Wandel.”

    Was macht dir Hoffnung?

    „Ich glaube, die Menschen haben das Handwerkszeug. Und ich glaube, dass wir Krisen überstehen können.“

    🇩🇪 Germany’s Greenhouse Gas Emissions

    Population 84.55 Million, Europe.

    Key Messages

    • Emissions: Germany emitted around 669 megatonnes CO2e in 2024, about 1.17% of the global total.
    • Per person: Emissions were around 7.9 tonnes per person per year in 2024, rated very high on a scale where any level above zero adds warming.
    • Trend: Germany’s emissions fell by around 30 megatonnes CO2e a year, or 3.69% yearly, over the ten years to 2024-slower than the 4% yearly global decline needed for Net Zero in 2050 and around 1.7 °C warming.
    • What drives it: CO2 makes up 85% of Germany’s emissions, methane 8.3%, nitrous oxide 4.8% and F-gases 1.5%.
    • Historic responsibility: Since 1851, Germany’s emissions have produced around 112,000 megatonnes CO2e of warming impact, about 2.87% of the global total, averaging around 10.1 tonnes per person per year-rated extremely high.
  • Maksym — Tschechien

    Maksym — Tschechien

    Maksym Kintor (20) – Tschechische Republik

    Maksym reagiert auf den Gedanken an den Klimawandel zunächst mit Angst. Er verbindet ihn vor allem mit negativen Entwicklungen und der Möglichkeit, dass seine Folgen das Leben der Menschen eines Tages massiv beeinträchtigen werden. Dabei denkt er an schmelzendes Eis, knapper werdende Ressourcen, steigende Preise und sogar an Überschwemmungen. Obwohl er nicht genau weiß, was die Zukunft bringen wird, ist er davon überzeugt, dass der Klimawandel real ist und sich die Situation verschlechtert.

    Etwa mit sechzehn begann er, sich bewusster mit dem Thema auseinanderzusetzen. In dieser Zeit dachte er auch intensiver über die Gesellschaft, seine Beziehungen zu anderen Menschen und seinen eigenen Platz in der Welt nach. Ihm wurde klar, dass persönliche Handlungen eine Bedeutung haben und er mit den ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten etwas beitragen möchte. Er begann, Plastik, Papier und Glas zu trennen, und versucht heute, beim Einkaufen unnötige Verpackungen zu vermeiden. Wie viel diese Handlungen tatsächlich bewirken, kann er nicht einschätzen. Dennoch ist es ihm wichtig, sich zu beteiligen und seinen eigenen Beitrag zu leisten.

    Damit verbunden ist eine zunehmende Unabhängigkeit von den Meinungen anderer. Maksym ist stolz darauf, nach seinen eigenen Überzeugungen zu handeln, selbst wenn Menschen in seinem Umfeld anderer Ansicht sind. Sein Vater sieht beispielsweise keinen Sinn in der Mülltrennung und argumentiert, der Abfall lande am Ende ohnehin am selben Ort. Maksym hält trotzdem daran fest, weil er glaubt, dass es helfen könnte. Gleichzeitig kann ihn das Ausmaß der Krise verängstigen: Milliarden von Menschen stehen einem einzelnen Menschen gegenüber, der nicht alles verändern kann.

    Arbeit, Sport, Treffen mit Freunden und Familie sowie andere alltägliche Verpflichtungen richten seine Aufmerksamkeit meist auf das unmittelbar vor ihm Liegende. Dadurch denkt er nicht ständig über globale Probleme nach und schützt sich davor, zu tief in Angst oder Verzweiflung zu geraten. Mit nahestehenden Menschen spricht er kaum über den Klimawandel. Da er in einem eher konservativen Umfeld aufgewachsen ist, in dem Menschen ihre Meinungen und Gefühle häufig für sich behalten, hat auch er sich daran gewöhnt, solche Gedanken nicht auszusprechen.

    Die ausgewählten Gefühlskarten spiegelten diese innere Spannung wider. „Ich bin stolz“ stand für seine Entscheidung, den eigenen Überzeugungen zu folgen. Eine weitere Karte drückte sein Bedürfnis aus, angesichts der unkontrollierbaren Entwicklungen nicht depressiv zu werden. „Ich war es nicht“ verwies auf die beruhigende Gewissheit, zumindest selbst zu versuchen, den eigenen Anteil am Problem zu verringern. Andere Menschen direkt mit ihrem Verhalten zu konfrontieren, vermeidet Maksym aus Angst vor aggressiven Reaktionen; als Aktivisten betrachtet er sich nicht. Das offene Gespräch während des Interviews ließ ihn dennoch leichter, positiver und weniger belastet zurück. Mehr Offenheit, Gemeinschaft und der Mut, persönliche Meinungen und Gefühle auszudrücken, könnten aus seiner Sicht dabei helfen, der Krise gemeinsam zu begegnen.

    Zitate

    „Alles, was ich tue, ist von Bedeutung. Deshalb möchte ich die Dinge besser machen und etwas Positives bewirken.“

    „Ich glaube, dass es helfen kann, wenn ich den Müll trenne.“

    „Ich bin stolz darauf, diese Haltung entwickelt zu haben: Ich werde tun, was ich für richtig halte.“

    Ich bin stolz darauf, dass ich zu der Überzeugung gelangt bin: Ich werde tun, was ich für richtig halte.

    „Ich habe Angst, laut auszusprechen, was ich wirklich denke.“

    Was mir Hoffnung macht

    „Ich glaube noch immer an die Menschen. Die richtigen Menschen für mein Umfeld auswählen zu können – das gibt mir Hoffnung.“

  • Rasa — Litauen

    Rasa — Litauen

    Litauen ist Rasas Zuhause. Sie hat ihr ganzes Leben dort verbracht, fühlt sich ihrer Stadt verbunden und beschreibt ihr gegenwärtiges Leben als emotionale Mischung: „Ein wenig traurig. Ein wenig schwer. Ein wenig glücklich. Von allem etwas.“ Im Mittelpunkt steht ihr kleiner Sohn Dominikas: „Er ist mein Ein und Alles. Er ist mein Leben.“

    Vor ungefähr fünf Jahren nahm Rasa den Klimawandel erstmals deutlich wahr – nicht durch Bücher oder Zeitungen, sondern durch das, was sie unmittelbar um sich herum beobachten konnte: „Er ist hier.“ Für sie zeigen vor allem die verschobenen Jahreszeiten, dass sich etwas verändert. Der Sommer beginnt zu ungewöhnlichen Zeiten, die Kälte hält länger an und die Menschen tragen noch Jacken, obwohl es längst warm sein sollte. Diese Veränderungen bleiben für sie nicht abstrakt. Sie beeinflussen ihrer Ansicht nach sowohl die Natur als auch die Menschen – psychisch und körperlich: „Alles verändert sich. Nicht nur das Klima – die Menschen, die Gefühle, einfach alles.“

    Emotional verbindet Rasa diese Entwicklung vor allem mit Unbehagen und Traurigkeit. Über die Zukunft ihres Sohnes nachzudenken fällt ihr schwer; sie versucht, nicht zu weit vorauszublicken. Gleichzeitig möchte sie sich nicht von der Negativität beherrschen lassen. Positiv zu bleiben erscheint ihr notwendig, weil es ihrer Wahrnehmung nach bereits sehr viele negative Menschen und Stimmungen in der Welt gibt.

    Auch ihre Gefühlskarten spiegeln diese Spannung wider. Eine Karte steht dafür, dass die Situation „nicht lustig“ ist: Wenn sich das Klima weiter verändert, könnten vertraute Sommer und warmes Wetter verloren gehen. Eine andere Karte eröffnet eine leichtere, hoffnungsvollere Möglichkeit – eine Welt, in der die Menschen mehr Verständnis zeigen, keinen Plastikmüll mehr in die Natur werfen und dadurch gemeinsam glücklicher sein können. Die leere Karte wird für Rasa zu einer Art Joker: Situationen und Gefühle können sich verändern. Wenn alles schlecht ist, sind die Menschen traurig; scheint die Sonne, können sie wieder lächeln. Doch dafür muss auch etwas getan werden: „Wir tun nichts dafür, dass es öfter besser als schlechter wird.“

    Rasa sieht durchaus Menschen, die versuchen, ihr Verhalten zu ändern – aber noch sind es nicht genug. Müll wird nicht konsequent getrennt, und als Gesellschaft unternehmen wir zu wenig. Vollkommen hoffnungslos ist die Lage für sie dennoch nicht. Veränderung bleibt möglich, wenn mehr Menschen mitmachen und wir lernen, das Gute zu genießen, ohne die notwendigen Schritte zu verdrängen.

    „Ein wenig traurig. Ein wenig schwer. Ein wenig glücklich. Von allem etwas.“

    „Alles verändert sich. Nicht nur das Klima – die Menschen, die Gefühle, einfach alles.“

    „Der Klimawandel ist hier.“

    „Mein Kind ist mein Ein und Alles. Er ist mein Leben.“

    „Einige Menschen versuchen, es besser zu machen, aber es reicht noch nicht.“

    Vielleicht gibt mir die Hoffnung selbst Hoffnung. Wir brauchen mehr davon – das ist sicher.

  • Alvis — Lettland

    Alvis — Lettland

    Alvis Martirovs (30) – leitet den Campingplatz Milleri in Salacgrīva, Lettland. Er reist sehr gerne und hält seine Erlebnisse in Videos, auf TikTok und Instagram sowie in Fotografien fest. Vor einigen Jahren begann er durch die öffentliche Debatte um Greta Thunberg, sich intensiver mit dem Klimawandel zu beschäftigen, auch wenn er sie persönlich nicht mag. Vor allem auf seinen wiederholten Reisen wurden die Veränderungen für ihn greifbar: Wenn er zur gleichen Jahreszeit in dieselben Länder zurückkehrt, bemerkt er, dass Temperaturen und Regenzeiten nicht mehr den früheren Mustern folgen. In Thailand passt er deshalb inzwischen seine Reisedaten dem veränderten Wetter an.

    Alvis begegnet diesen Entwicklungen eher pragmatisch als mit Wut oder großer Sorge: „Ich würde sagen, dass mir das nicht besonders wichtig ist.“ Er beobachtet die Veränderungen und richtet seine Pläne danach aus. Unmittelbarer wird der Klimawandel für ihn, wenn er seine Lebensgrundlage berührt. Schlechtes Wetter im lettischen Sommer bedeutet weniger Gäste auf dem Campingplatz, während zunehmend milde und regnerische Winter Schnee und Kälte ersetzen. Er vermutet, dass Lettland irgendwann keinen richtigen Winter mehr haben könnte.

    Ein wiederkehrendes Bild ist für ihn das schmelzende Eis der Antarktis und ein möglicherweise drastisch steigender Meeresspiegel. Dennoch beschäftigt er sich nicht lange damit, was dies vor Ort bedeuten könnte: „Ich lebe einfach jetzt, in diesem Moment.“ Das Wetter beeinflusst trotzdem sowohl seine Arbeit als auch seine Beziehungen. Längere Regenperioden wirken sich auf die Stimmung in seiner Familie aus; Menschen werden unzufrieden oder gereizt, wodurch ernsthafte Gespräche schwieriger werden. Reisen in sonnige Länder waren deshalb auch eine Möglichkeit, der winterlichen Dunkelheit und dem schlechten Wetter zu entkommen.

    Seine ausgewählten Gefühlskarten spiegeln seine grundsätzliche Haltung wider: Stolz, „mehr“ und die Überzeugung, dass alles in Ordnung ist. Er ist stolz auf Lettland—auf das vergleichsweise gemäßigte Klima, das Ausbleiben von Erdbeben und Tsunamis und die Leistungen eines kleinen Landes: „Ich bin stolz, Lette zu sein und in Lettland zu leben.“ „Mehr“ steht für seine Lust am Leben: mehr Spaß, Liebe, Geld und Erfahrungen. Auch angesichts der Krisen betont er: „In der Welt ist alles in Ordnung.“ Am Leben zu sein, reisen und frei entscheiden zu können, sind für ihn Gründe, das Leben positiv zu betrachten.

    Statt lange über ferne Zukunftsszenarien nachzudenken, möchte Alvis sich auf heute und vielleicht ein wenig auf morgen konzentrieren. Seine Botschaft an die Menschheit bringt diese direkte, handlungsorientierte Haltung auf den Punkt: „Jammere nicht, handle einfach.“

    Deutsche Zitate

    „Ich lebe einfach jetzt, in diesem Moment.“

    „Ich bin stolz, Lette zu sein und in Lettland zu leben.“

    „Das Klima verändert sich, aber die Denkweise der Menschen in Lettland verändert sich nicht.“

    „In der Welt ist alles in Ordnung. Wir sind am Leben, wir leben unser Leben, können reisen und tun, was wir möchten.“

    “Nicht weinen, einfach machen.”

    Hoffnung: „Ich setze meine Hoffnung in zukünftige Technologien. Die Wissenschaft könnte Wege finden, Brände zu verhindern und das Klima zu beeinflussen—zum Guten oder zum Schlechten. Wir werden leben und sehen.“

    Hoffnung:

    „Meine Hoffnung liegt in zukünftigen Technologien. In fünf oder zehn Jahren könnte die Wissenschaft etwas Erstaunliches entwickeln. Es kann zum Guten oder zum Schlechten eingesetzt werden – wir werden leben und sehen.“

  • Virge — Estland

    Virge — Estland

    Virge Connery (42) –

    Virge wurde in Estland geboren und lebte dort bis zu ihrem zwanzigsten Lebensjahr, bevor sie nach Irland zog. Als Psychologin und grundsätzlich optimistischer Mensch begegnet sie dem Klimawandel eher mit Unsicherheit als mit ständiger Angst. Besonders bei ihren Besuchen in Estland nimmt sie Veränderungen wahr: Nach dem Tallinn-Marathon im September 2019 konnte sie noch schwimmen gehen – etwas, das in ihrer Kindheit undenkbar gewesen wäre. Die Wärme fühlte sich angenehm an, zugleich aber auch irritierend: „Etwas stimmt nicht. Das ist nicht normal.“

    Ihr vorherrschendes Gefühl ist Unsicherheit, weil die Zukunft abstrakt bleibt und sich nur schwer beweisen lässt. Eine Freundin, die Gletscher und abgelegene Regionen im Abstand weniger Jahre besuchte, erzählte ihr von unglaublichen Veränderungen und davon, dass es für wirksames Handeln bereits viel zu spät sei. Das macht Virge traurig – vor allem, weil der Klimawandel für sie nicht isoliert betrachtet werden kann. Mit dem Klima verändern sich auch Kulturen, Lebensgrundlagen, Fischerei, Ernährung und wirtschaftliche Strukturen.

    Gleichzeitig sträubt sich etwas in ihr dagegen, zu glauben, dass die Folgen wirklich so schwerwiegend oder unmittelbar eintreten werden. Sie hofft, dass noch mehr Zeit bleibt. Wahrscheinlichkeiten sind keine Gewissheiten, und ihr Optimismus lässt sie daran glauben, dass die Menschheit vielleicht Glück haben könnte. Das Thema bleibt in ihrem Hinterkopf, doch sie möchte sich nicht jeden Tag über etwas aufregen, das sich ihrer Kontrolle zu entziehen scheint.

    Virge hinterfragt, weshalb so viel Verantwortung auf individuelle Gesten gelegt wird, obwohl Regierungen und große Konzerne viel größeren Einfluss haben. Wiederholte Warnungen können wie Predigten wirken, wenn Menschen ständig hören, was sie längst wissen, ohne zu erfahren, was tatsächlich etwas verändern würde. Sichtbare Folgen – etwa schmelzende Gletscher – könnten die abstrakte Krise ihrer Ansicht nach greifbarer machen als Zahlen allein.

    Ihre Gefühlskarten spiegeln diese Ambivalenz wider. „Oops“ steht dafür, dass die Menschheit die Natur bei ihrer Entwicklung unbeabsichtigt geschädigt hat. „Müde“ beschreibt ihre Erschöpfung angesichts einer sich wiederholenden, einseitigen Klimakommunikation. „Alles ist in Ordnung – noch“ verkörpert die beruhigende Hoffnung, dass das Schlimmste nicht unmittelbar bevorsteht.

    Zitate

    • „Etwas geschieht. Etwas ist anders.“
    • „Das Klima verändert sich, Kulturen verändern sich, die Gewohnheiten der Menschen verändern sich. Alles hängt zusammen.“
    • „Warum sollte ich mich über etwas aufregen, wenn ich nichts dagegen tun kann?“
    • „Es ist kein Dialog. Ihr redet auf uns als Kollektiv ein.“
    • „Den Menschen die tatsächlichen Veränderungen zu zeigen, wäre vielleicht der bessere Ansatz.“

    Was mir Hoffnung macht

    „Ich glaube an die Menschheit und an das Gute im Menschen. Wir sind klug und intelligent – wir werden eine Lösung finden.“

  • Julia — Dänemark

    Julia — Dänemark

    Julia (45) – arbeitet in Dänemark im Bereich Meeresplastik. Als ausgebildete Geografin beschäftigte sie sich zuvor mit dem Klimawandel, indem sie für Unternehmen und das dänische Energieministerium CO₂-Berechnungen erstellte. Diese Tätigkeit blieb jedoch abstrakt: „Es waren nur Computer und Zahlen.“ Heute kann sie das Problem beim Sammeln von Plastik an Stränden, beim Recycling in der Werkstatt und in der Bildungsarbeit unmittelbar sehen und berühren. Ihre tägliche Arbeit ist konkret und sinnvoll, auch wenn sie sich nicht als große Veränderin der Welt betrachtet: „Es fühlt sich sinnvoll an.“

    „Meine Hoffnung ist, dass wir uns wieder stärker mit der Erde, dem Meer und den natürlichen Systemen verbinden – denn wenn wir ihr Leiden wirklich sehen, werden wir besser auf unseren Planeten achten.“

    Für Julia ist die Klimakrise unübersehbar gegenwärtig – in Überschwemmungen, Bränden, auf Feldern und sogar in den eigenen Gärten. „Ich habe keine schönen Bilder im Kopf. Es ist einfach offensichtlich, dass es außer Kontrolle gerät.“ Ihre tiefste Angst verbindet sich mit ihrem dreijährigen Sohn und der Frage, in welcher Welt er mit zwanzig leben wird. Obwohl er vermutlich in der relativen Sicherheit Dänemarks aufwachsen kann, bleibt in einer global verbundenen Welt kein Land unberührt. „Ich habe wirklich Angst. Wie wird dieser Ort sein, wenn er zwanzig ist?“ Sicherheit bewahrt Menschen weder davor, das weltweite Leid wahrzunehmen, noch vor dem Gefühl, dass große Entwicklungen nicht mehr kontrollierbar sind.

    „Es sind nicht die Kinder oder Jugendlichen, die die Welt kaputtgemacht haben.“

    In ihrer Arbeit mit Schulkindern erlebt Julia, dass Veränderung möglich ist. Zugleich zeigt sich darin eine grundlegende Ungerechtigkeit: Die Erwachsenen haben konsumiert und sind gereist, während junge Menschen nun verzichten und eine Welt reparieren sollen, die sie nicht zerstört haben. Julia glaubt, dass die meisten Menschen füreinander und für den Planeten sorgen wollen. Nachhaltige Entscheidungen werden ihnen jedoch unnötig schwer gemacht. Selbst mit ihrem Wissen über Kreislaufwirtschaft kann sie kaum einkaufen, ohne Plastik mit nach Hause zu bringen. Sorge allein reicht nicht – es braucht Bedingungen, unter denen Menschen ihren Überzeugungen leichter entsprechend handeln können.

    „Es sollte für uns einfach leichter sein, entsprechend unserer Sorgen zu handeln.“

    Ihre drei Gefühlskarten machen ihre innere Spannung sichtbar. Die erste ist ein Hilferuf: Die Menschheit weiß, dass ihre Lebensweise Biodiversität, Meere und Klima schädigt, und macht dennoch beinahe unverändert weiter. „Manchmal möchte ich einfach ‚Hilfe!‘ schreien und vor diesem ganzen Scheiß davonlaufen.“ Die zweite steht für Rückzug. Weil Julia die wissenschaftlichen Folgen kennt und weiß, wie sich Entwicklungen gegenseitig beschleunigen, wird das Ausmaß zeitweise unerträglich: „Manchmal möchte ich einfach nicht darüber reden.“ Die dritte Karte zeigt einen glücklichen, liebenden Menschen. Der Zerstörung des Klimas und der menschlichen Gewalt in Gaza, der Ukraine, im Sudan und anderswo stellt sie ihr unmittelbares Leben gegenüber: Familie, Freundschaften, Sicherheit, schöne Natur, das Meer und das Surfen. „Die meisten Menschen wollen freundlich zueinander sein und sich um den Planeten kümmern.“ Liebe, Gemeinschaft und das offene Sprechen über Gedanken und Gefühle schaffen Verbindung – und ermutigen auch andere, ihre Stimme zu erheben.

    🇩🇰 Denmark’s Greenhouse Gas Emissions

    Population 5.98 Million, Europe.

    Key Messages

    • Emissions: Denmark emitted around 46.1 megatonnes CO2e in 2024, about 0.08% of the global total.
    • Per person: That was around 7.7 tonnes per person per year, rated very high on a scale where any level above zero adds warming.
    • Trend: Emissions fell by around 1.11 megatonnes CO2e a year, or 2.21% yearly, over the ten years to 2024-slower than the 4% yearly decline needed globally.
    • What drives it: Fossil and land-use CO2 made up around 67.3% of emissions, methane 22%, nitrous oxide 10.2% and F-gases 0.6%.
    • Historic responsibility: Since 1851, Denmark’s emissions have produced around 7,020 megatonnes CO2e of warming impact, about 0.18% of the global total, or around 10.8 tonnes per person per year.