Exploring Europe
Von Österreich führte die erste Reise über das Baltikum nach Finnland, Schweden und Norwegen, weiter über Dänemark, die Benelux-Länder, sowie durch die Schweiz zurück nach Vorarlberg. Eine zweite Tour führte mit einem leichteren Bikepacking-Rad durch Italien und nach Korsika und Sardinien – ebenfalls mit solarer Unterstützung.
Auf beiden Reisen dienten die Fahrräder als Transport-mittel und Träger der mobilen Energieversorgung und wurden zugleich zum sichtbaren Anlass für Begegnungen und Gespräche.

Im Rhythmus der Sonne
Die täglichen Etappen umfassten zwischen 100 und 175 Kilometer. Der Start erfolgte meist früh am Morgen, um während einer längeren Mittagspause die Solarmodule vollständig ausklappen und den Zusatzakku laden zu können. Das obere Modul erzeugte auch während der Fahrt Solarstrom. Wetter, Bewölkung und Sonnenstand bestimmten damit wesentlich den Rhythmus der Reise.

Die Pausen waren zugleich Teil des Projekts: Fahrrad und Solarmodule wurden gut sichtbar aufgestellt und boten einen natürlichen Anlass, mit interessierten Menschen ins Gespräch zu kommen und Interviewpartner:innen zu gewinnen. Rund 90 Prozent der für die elektrische Unterstützung benötigten Energie konnten auf diese Weise direkt aus Sonnenenergie gewonnen werden.
Wie die Interviews entstanden
Offene Fragen bildeten den Rahmen der Gespräche: Wie fühlt sich die Klimakrise im eigenen Leben an? Welche Gedanken und Bilder kehren wieder? Was macht Angst, wütend oder traurig – und was gibt Halt, Hoffnung und Orientierung?
Ergänzend wählten die Gesprächspartner:innen jeweils drei Motive aus einem 56-teiligen Kartenset „Gemischte Gefühle“. Die Bildkarten eröffneten einen intuitiven Zugang zu Gefühlen, Erinnerungen und persönlichen Geschichten, die sich mit Worten allein oft nur schwer ausdrücken lassen. So entstanden keine klassischen Frage-Antwort-Interviews, sondern persönliche Gespräche über Wahrnehmung, Umgang, Verbundenheit und Zukunft.


