Alice Klocker (8) – Österreich
Alice versteht unter Klimawandel, dass sich die Temperaturen durch den Einfluss der Menschen verändern. Für sie ist vor allem wichtig, dass die Welt nicht zu heiß wird. Sie beschreibt das in anschaulichen, kindlichen Bildern: Wenn die Hitze zu stark zunimmt, könnte die Welt „verbrutzeln“ – und mit ihr auch die Menschen.
Warm zu sein, ist für Alice allerdings nicht grundsätzlich schlecht. Sie mag es, wenn es heiß genug ist, um Eis zu essen, schwimmen zu gehen und draußen zu sein. Unangenehm wird es für sie, wenn die Hitze so groß ist, dass Bewegung und Spielen nicht mehr möglich sind. Dann fühlt es sich an, als würde man schmelzen. Man wird träge, kann nur noch herumliegen und nichts mehr unternehmen. Sehr kalt soll es ebenfalls nicht werden. Ihre ideale Temperatur liegt in der Mitte, allerdings etwas mehr auf der warmen Seite.
Alice fällt es schwer, dem Klimawandel bestimmte Gefühle zuzuordnen. Bei der Auswahl der Gefühlskarten sagt sie mehrmals, dass sie nicht weiß, welche Karte passt, und am liebsten nur fröhliche Karten nehmen würde. Gleichzeitig fragt sie sich, ob eine fröhliche Karte bedeuten würde, dass sie froh über den Klimawandel sei. Daran zeigt sich, wie schwierig und widersprüchlich die Aufgabe für sie ist. Sie weiß, was Klimawandel bedeutet, und bekommt durch ihre Familie einiges darüber mit. Intensiver beschäftigen möchte sie sich damit jedoch nicht.
Besonders passend findet Alice die Karte mit dem Satz: „Ich will doch nur spielen.“ Diesen Wunsch verbindet sie unmittelbar mit ihrem Alltag. Wenn es draußen viel zu heiß oder zu kalt ist, können Kinder nicht mehr richtig spielen. Alice wäre lieber draußen, würde sich bewegen und Spaß haben, als über den Klimawandel nachzudenken. Ein gutes Klima bedeutet für sie, dass alltägliche Dinge weiterhin möglich bleiben: spielen, herumlaufen, schwimmen und Eis essen.
Eine konkrete Quelle der Hoffnung nennt Alice nicht. Ihr zentraler Wunsch ist, dass die Temperaturen nicht extrem werden und sie weiterhin unbeschwert spielen und draußen sein kann.
Ausgewählte Zitate
„Das ist so, wenn sich die Temperaturen wegen uns verändern.“
„Es sollte nicht zu heiß werden, weil sonst die Welt verbrutzelt.“
„Ich will aus dem Klimawandel raus.“
„Ich will mich doch einfach nicht damit beschäftigen.“
„Ich will doch nur spielen.“
