Es ist die Angst davor, was morgen, in einer Woche oder in einem Jahr kommen wird.

Marcella

Stankewicz

56

Polen

Marcella erlebt den Klimawandel vor allem durch das zunehmend unberechenbare Wetter. Am Tag des Interviews wirken sich die Kälte und das trübe Wetter unmittelbar auf ihre Stimmung und ihre Energie aus: Sie fühlt sich schlecht, ist müde und würde am liebsten schlafen. Für sie zeigt sich die klimatische Veränderung besonders darin, dass die vertrauten Jahreszeiten verschwinden. Die Winter bringen nicht mehr den anhaltenden Frost, der früher Insekten und Schädlinge eindämmte, während selbst Frühling und Sommer ungewöhnlich kalt bleiben. Diesen Verlust der jahreszeitlichen Verlässlichkeit empfindet sie als beunruhigend.

Es ist die Angst davor, was morgen, in einer Woche oder in einem Jahr kommen wird.

Ihre Kindheitserinnerungen bilden einen deutlichen Kontrast zur Gegenwart. Marcella erinnert sich an schneereiche, frostige Winter und schöne, warme Sommer. Die klar voneinander unterscheidbaren Jahreszeiten vermittelten Vertrautheit und Beständigkeit. Der Rückblick löst deshalb vor allem Sehnsucht aus: Sie vermisst das Klima ihrer Kindheit und die Sicherheit, die mit seinem regelmäßigen Rhythmus verbunden war.

Wenn sie an die Zukunft denkt, steht die Angst im Vordergrund. Überschwemmungen, Hurrikane und andere extreme Wetterereignisse scheinen häufiger zu werden und lassen die Zukunft immer weniger vorhersehbar erscheinen. Ihre Sorge bezieht sich nicht nur auf eine ferne Zukunft, sondern auf die unmittelbare Ungewissheit darüber, was morgen, in einer Woche oder in einem Jahr geschehen könnte.

Wir haben keinen richtigen Winter mehr, der all die Insekten und alles andere durch den Frost eindämmt.

Ich hoffe, dass ich im Ruhestand reisen, die Welt entdecken und das Leben genießen kann.

Trotz dieser Ängste richtet Marcella ihre persönliche Hoffnung auf ein erfülltes zukünftiges Leben. Sie freut sich auf den Ruhestand als eine Zeit, in der sie reisen, die Welt entdecken und das Leben genießen kann. Ihre Hoffnung liegt in der Möglichkeit, trotz der klimatischen Unsicherheit weiterhin Schönheit, Freiheit und Neugier zu erleben.

Damals hatten wir noch richtige Winter. Es gab viel Schnee und es war frostig. Das vermisse ich.

🇵🇱 Poland’s Greenhouse Gas Emissions

Population 38.54 Million, Europe.

Key Messages

  • Emissions: Poland emitted around 337 megatonnes CO2e in 2024, or 0.59% of the global total.
  • Per person: In 2024, Poland emitted around 8.7 tonnes per person per year, rated very high on a scale where any level above zero adds warming.
  • Trend: Poland’s emissions fell by around 1.1% a year over the ten years to 2024, slower than the 4% yearly decline the world as a whole needs to achieve Net Zero in 2050 and limit warming to around 1.7 °C.
  • What drives it: CO2 made up around 78% of emissions, methane 13%, nitrous oxide 8% and F-gases 1.7%.
  • Historic responsibility: Since 1851, Poland’s emissions have produced around 41,100 megatonnes CO2e of warming impact, 1.05% of the global total, averaging around 8.5 tonnes per person per year and rated very high.