Man ist weiterhin ein handelnder Mensch, kann Entscheidungen treffen, etwas beginnen und sein Bestes tun.
Sara ist mit einer Freundin von Finnland nach Oslo unterwegs und legt den gröĂten Teil der Reise per Anhalter zurĂŒck. Erste VerĂ€nderungen des Klimas bemerkte sie ungefĂ€hr im Alter von zehn Jahren, noch bevor sie wusste, wie sie diese benennen sollte: Die Winter wirkten nasser, und zu Weihnachten lag manchmal kein Schnee. SpĂ€ter wurde der Klimawandel regelmĂ€Ăig in der Schule behandelt, besonders im Englisch- und Schwedischunterricht. Da Sara nicht in einer GroĂstadt aufwuchs und ihre Familie nur selten Nachrichten sah, kam sie zunĂ€chst weniger mit Klimabewegungen in BerĂŒhrung.
Wenn sie sich die Zukunft vorstellt, sieht sie Menschen, die ihre Heimat verlassen mĂŒssen, weil das Leben dort unertrĂ€glich wird. Vor ihrem inneren Auge entstehen groĂe Bewegungen von KlimaflĂŒchtlingen nach Europa, sich ausbreitende WĂŒsten, schmelzende Gletscher und immer zerstörerischere Wetterereignisse. Diese Bilder lösen Stress und ein unĂŒbersichtliches, aufgewĂŒhltes GefĂŒhl aus, zugleich aber auch eine gewisse Energie: die Frage, was getan werden muss, wenn sich die Folgen weiter verschĂ€rfen. Katastrophenbilder können ihrer Ansicht nach durch ihre stĂ€ndige Wiederholung abstumpfen. Umso wichtiger sind fĂŒr sie positive Beispiele und Orte mit gesunder, lebendiger Natur. Dort wird unmittelbar spĂŒrbar, was erhalten werden sollte. Das vermittelt ihr Frieden, Sicherheit und das GefĂŒhl, dass es weiterhin eine Zukunft gibt.
Ich schöpfe Hoffnung daraus, dass das Leben nachwĂ€chst, sich erholt und mich ĂŒberrascht â selbst dort, wo etwas beschĂ€digt wurde, entsteht immer wieder neues Leben.
Was mir Hoffnung macht
Dieses Bewusstsein beeinflusst Saras Alltag. Sie vermeidet unnötige Autofahrten, fĂ€hrt per Anhalter und kauft fast nie neue Dinge. Selbst wenn sie etwas braucht, denkt sie darĂŒber nach, wer es unter welchen Bedingungen hergestellt hat. Sie möchte einen möglichst kleinen negativen FuĂabdruck hinterlassen, erlebt dabei jedoch auch SchuldgefĂŒhle. Ihre Eltern teilen viele dieser Werte und ernĂ€hren sich, auch durch den Einfluss von Sara und ihrer Schwester, zunehmend vegan. Gleichzeitig waren es ihre Eltern, die ihr ursprĂŒnglich die tiefe Verbundenheit mit der Natur vermittelt haben.
In der Schulzeit fĂŒhrten Klimafragen zu Diskussionen und Konflikten. Sara wird bisweilen noch immer wĂŒtend, versucht aber zu verstehen, von welchem Ausgangspunkt andere Menschen handeln und welcher Druck hinter Konsum oder dem Wunsch nach Zugehörigkeit stehen kann. GegenĂŒber politischem Aktivismus ist sie unsicher; ihre Haltung drĂŒckt sie momentan vor allem durch persönliche Entscheidungen aus. Sie erkennt, dass sie Verantwortung manchmal vermeidet, weiĂ aber zugleich, dass sie handeln, etwas beginnen und ihr Möglichstes tun kann.
Das Vogelhausfestival ihres Onkels steht fĂŒr die Form des Engagements, die Sara ermutigt: Menschen bauen gemeinsam VogelhĂ€user, hören Musik und bringen die HĂ€user in den Wald. Verantwortung fĂŒr die Natur wird dadurch konkret, gemeinschaftlich und freudvoll. Auch die Natur selbst schenkt ihr Kraft. Ein Wald kann fĂŒr sie wie ein begehbares Kunstwerk sein. Selbst wenn ihre Gedanken schwer bleiben, kann ihr Körper die Schönheit eines Sonnenuntergangs oder einer Landschaft noch wahrnehmen. Ebenso wichtig ist ihr echte menschliche Verbundenheit.
Ich versuche, einen möglichst kleinen negativen FuĂabdruck zu hinterlassen.
đ«đź Finland’s Greenhouse Gas Emissions
Population 5.62 Million, Europe.
Key Messages
- Emissions: Finland emitted around 88.6 megatonnes CO2e in 2024, around 0.16% of the global total.
- Per person: Emissions were around 15.8 tonnes per person per year, rated extremely high on a scale where any level above zero adds warming.
- Trend: Emissions rose by around 0.093 megatonnes CO2e a year over the ten years to 2024, rather than the 4% yearly decline the world as a whole needs to achieve Net Zero in 2050 and limit warming to around 1.7 °C.
- What drives it: CO2 made up around 86% of emissions, nitrous oxide 7.2%, methane 6.2% and F-gases 0.91%.
- Historic responsibility: Since 1851, Finland’s emissions have produced around 8,660 megatonnes CO2e of warming impact, around 0.22% of the global total, or around 13.7 tonnes per person per year.









