Clara ist acht Jahre alt und lebt in Innsbruck in Tirol. Wenn sie über den Klimawandel nachdenkt, fallen ihr zuerst Veränderungen bei den Temperaturen und beim Wetter auf. Manchmal ist es für sie viel zu heiß, dann plötzlich wieder viel zu kalt. Diese abrupten Wechsel findet sie schade und schwer verständlich.
Wetter, Unsicherheit und Enttäuschung
Für Clara ist der Klimawandel eng mit der Unvorhersehbarkeit des Wetters verbunden. Sie fragt sich, ob die Menschen überhaupt etwas dagegen tun können: Wie sollte man schließlich verändern, ob es regnet, hagelt, heiß oder kalt wird? Die Unterscheidung zwischen dem kurzfristigen Wetter und dem weltweiten Klima ist für sie noch schwer zu fassen.
Greifbar wird diese Unsicherheit, wenn das Wetter Pläne durchkreuzt, auf die sie sich gefreut hat. Schwimmen, draußen spielen oder länger am Baggersee bleiben – all das kann plötzlich nicht mehr möglich sein, weil es regnet oder hagelt. Clara erzählt von ihrer Enttäuschung, als ein geplanter Nachmittag am Baggersee mit Besuch aus Liechtenstein verkürzt werden musste. Sie hatte sich darauf gefreut, die Gäste kennenzulernen und mehr Zeit mit ihnen zu verbringen.
Gleichzeitig nimmt Clara auch angenehmes Wetter bewusst wahr. Sie mag Tage, an denen es weder zu heiß noch zu kalt ist und man sich draußen wohlfühlen kann.
Reden macht es besser
Clara unterhält sich häufig mit ihrer Mutter, die Geografie und Geschichte unterrichtet, und mit ihrer älteren Schwester Magdalena. Sie sprechen über Dinge, die ihnen am Herzen liegen, aber auch über Themen, die sie seltsam oder „dumm“ finden. Clara schätzt diese Gespräche, auch wenn sie nicht immer genau benennen kann, welches Gefühl dabei entsteht. Sie weiß jedoch, dass es ihr hilft, über schwierige Dinge zu reden, und dass sie sich dadurch etwas besser anfühlen.
Zitate
„Manchmal ist es viel zu heiß, und dann auf einmal wird es viel zu kalt. Das ist voll schade.“
„Wie soll das gehen, dass man das Wetter verändert? Das geht ja gar nicht.“
„Man kann nicht genau wissen, was für ein Tag es wird.“
„Heute ist es fein. Es ist nicht zu warm und nicht zu kalt.“
Hoffnung
„Wenn man darüber redet, wird es besser.“











