Reinhard ist davon überzeugt, dass die heutige Klimakrise zu einem wesentlichen Teil vom Menschen verursacht wird.
Natürliche Klimaveränderungen habe es zwar immer gegeben, doch Industrialisierung, weltweiter Flugverkehr, Kreuzfahrtschiffe, Autos und der Ausstoß schädlicher Gase hätten die Situation in den vergangenen 100 bis 150 Jahren grundlegend verändert. Das Abschmelzen der Gletscher ist für ihn eine sichtbare Folge davon.
Es ist sehr schwierig. Ich fühle mich oft ratlos und hilflos.
Gleichzeitig fällt es Reinhard schwer zu erkennen, was ein einzelner Mensch tatsächlich bewirken kann. Weniger Fleisch zu konsumieren, die Heizung auszutauschen oder auf ein Elektroauto umzusteigen, könne zwar etwas beitragen, doch das globale Wirtschaftssystem und die Entscheidungen von Regierungen hätten ein viel größeres Gewicht. Das hinterlässt bei ihm Ärger, Frustration und ein Gefühl der Machtlosigkeit. Veränderung hält er dann für möglich, wenn sich viele Menschen zusammenschließen – doch auch das empfindet er als schwierig.
Mein Garten, der ist beruhigend und entspannend, und vielleicht ist das auch ein kleiner Beitrag dazu.
Besonders ärgert ihn, wenn Menschen den Klimawandel leugnen oder Verschwörungserzählungen folgen. In solchen Gesprächen komme irgendwann der Punkt, an dem keine sinnvolle Diskussion mehr möglich sei. Politische Entwicklungen verstärken seine Sorge. Klimakrise, Kriege und der Kampf um Rohstoffe gehören für ihn zu einer umfassenderen globalen Krise. Das Leid der Menschen im Gazastreifen und in anderen Kriegsgebieten berührt ihn stark. Am meisten belastet ihn, dieses Leid zu sehen und zugleich das Gefühl zu haben, nicht eingreifen zu können.
Als Einzelner kann ich nicht etwas verändern. Allerdings in der Masse schon.
Sein eigener Garten bietet ihm eine kleine, konkrete Handlungsmöglichkeit. Statt eines herkömmlichen Rasens lässt Reinhard der Natur mehr Raum und schafft Lebensraum für Insekten und Bienen. Die Zeit im Garten beruhigt und entspannt ihn. Ihm ist bewusst, dass ein Naturgarten die Klimakrise nicht lösen kann, dennoch sieht er darin einen persönlichen Beitrag.
Trotz der langen Geschichte von Krieg und Zerstörung schöpft Reinhard etwas Hoffnung daraus, dass die Menschheit Krisen immer wieder überstanden hat. Was es aus seiner Sicht braucht, ist Einsicht: die Erkenntnis, dass der Mensch seine kurze Zeit der Existenz für anderes nutzen müsste als für Konflikte und Kriege.
Die Menschheit hat eigentlich immer überlebt und Krisen überstanden. Die Hoffnung ist, dass man das auch übersteht.
🇦🇹 Austria’s Greenhouse Gas Emissions
Population 9.12 Million, Europe.
Key Messages
- Emissions: Austria emitted around 69.8 megatonnes CO2e in 2024, about 0.12% of the global total.
- Per person: Emissions were around 7.7 tonnes per person per year in 2024, rated very high on a scale where any level above zero adds warming.
- Trend: Austria’s emissions fell by around 1.8% a year over the ten years to 2024, slower than the 4% yearly decline the world needs to achieve Net Zero in 2050 and limit warming to around 1.7 °C.
- What drives it: CO2 made up around 79% of Austria’s total emissions, methane 13%, nitrous oxide 5.1% and F-gases 2.4%.
- Historic responsibility: Since 1851, Austria’s emissions have produced around 7,510 megatonnes CO2e of warming impact, about 0.19% of the global total, or around 6.5 tonnes per person per year, rated high.
