Adelá studiert im Master NGOs und Zivilgesellschaft in Prag und hat zuvor Internationale Beziehungen und Journalismus studiert.
Der Klimawandel wirkt auf sie beängstigend, wurde für sie jedoch erst zu einem unmittelbareren Thema, als ihre Schwester vegan wurde und mit ihr über die ökologischen Folgen der Fleisch- und Milchindustrie sprach. Seitdem beschäftigt sie sich bewusster mit Konsum, Ernährung und den politischen Entscheidungen rund um die Klimakrise.
Der Klimawandel ist für uns alle irgendwie beängstigend.
Ihre Sorge wird durch die politische Situation in Tschechien verstärkt. Sie findet es frustrierend, dass Parteien, die Umweltmaßnahmen ablehnen, auch von jungen Menschen gewählt werden. Zugleich kann sich eine Stimme für jene Partei, die ihre Werte am besten vertritt, wegen deren geringer Zustimmung wirkungslos anfühlen. Wirtschaftlicher Druck, Kriege und steigende Lebensmittelpreise verleiten viele Menschen dazu, die Vergangenheit zu idealisieren und Veränderungen abzulehnen. Der Klimawandel wird bestritten, obwohl Adelá seine Auswirkungen wahrnimmt: In ihrem Heimatdorf gehörten Snowboarden und Eislaufen auf dem Fluss früher selbstverständlich zum Winter; heute fehlt häufig selbst natürlicher Schnee.
Beim Blick in die Zukunft empfindet Adelá Angst, bleibt aber grundsätzlich optimistisch. Sie hofft, dass die Menschen die Krise anerkennen und die Bemühungen der Europäischen Union unterstützen werden. Gleichzeitig nimmt sie wachsenden Widerstand und eine zunehmend östlich orientierte politische Stimmung in Tschechien wahr.
Manchmal denken Menschen, sie müssten alles zu hundert Prozent richtig machen. Aber das können wir nicht alle.
Die Karten spiegeln diese emotionale Spannung. Ein positives Bild verbindet sie mit Prags Secondhandläden und Märkten. Eine weitere Karte steht dafür, dass umweltbewusste Menschen häufig als verrückt oder heuchlerisch abgewertet werden, sobald sie nicht vollkommen konsequent handeln. Die letzte Karte verkörpert Verwirrung und schwankende Hoffnung: Politische Rückschritte entmutigen sie, dennoch könnte sich die Entwicklung wieder zum Positiven wenden.
Im Alltag meidet Adelá Fast Fashion wie Shein, kauft möglichst gebraucht, sammelt Müll in der Natur auf und achtet auf die Folgen ihres Handelns. Als Studentin kann sie sich lokale Lebensmittel jedoch nicht immer leisten. Sie lehnt den Anspruch vollkommener Konsequenz ab und hält auch realistische Teilschritte für wertvoll. Bewusste Gespräche über Klimagefühle – besonders in Schulen – könnten Menschen zum Innehalten und Nachdenken bringen, ohne die gesellschaftlichen Gräben durch Wut weiter zu vertiefen.
Vielleicht sind es die Menschen, mit denen ich mich umgebe – sie sind sich sehr bewusst, was sie tun und welche Auswirkungen ihr Handeln hat. Vielleicht könnte unsere Generation die Hoffnung sein.

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🇨🇿 Czechia’s Greenhouse Gas Emissions
Population 10.74 Million, Europe.
Key Messages
- Emissions: Czechia emitted around 88.3 megatonnes CO2e in 2024, about 0.15% of the global total.
- Per person: Emissions were around 8.2 tonnes per person per year, rated very high on a scale where any level above zero adds warming.
- Trend: Emissions fell by around 4.4% a year over the ten years to 2024, faster than the 4% yearly decline the world as a whole needs to achieve Net Zero in 2050 and limit warming to around 1.7 °C.
- What drives it: CO2 made up around 74% of emissions, methane 14%, nitrous oxide 7.6% and F-gases 5%.
- Historic responsibility: Since 1851, Czechia’s emissions have produced around 15,000 megatonnes CO2e of warming impact, about 0.38% of the global total, or around 9 tonnes per person per year.
