Stella ist in Sandefjord in Norwegen aufgewachsen. Schon früh vermittelte ihr ihre Familie, sorgsam mit der Umwelt umzugehen: nichts zu kaufen, was man nicht benötigt, keine Lebensmittel wegzuwerfen und Verantwortung für die Welt zu übernehmen.
Der Klimawandel war für sie deshalb nie ein völlig neues Thema. Doch etwa ab der achten Schulstufe begann sie durch den Unterricht, Nachrichten, Artikel und soziale Medien zu begreifen, wie groß das Problem tatsächlich ist. Aus einer selbstverständlichen Achtsamkeit wurde zunehmend Angst. Sie wollte auf Fleisch verzichten und ihr Leben grundlegend verändern – und hatte zugleich das Gefühl, dass ihre eigenen Entscheidungen niemals ausreichen könnten.
Ich fühlte mich hoffnungslos. Ich fühlte mich auch klein, weil ich nicht so viel verändern konnte.
Lange verband Stella die Klimakrise vor allem mit Traurigkeit, Angst und Hilflosigkeit. Verglichen mit der Verschmutzung in anderen Teilen der Welt erschienen ihr die eigenen Bemühungen klein und beinahe bedeutungslos. Eine Tanzaufführung auf einem Segelboot veränderte ihre Sichtweise. Sie erkannte, dass sich Umweltbewusstsein nicht ausschließlich durch Katastrophenbilder und Angst vermitteln lässt. Auch Kunst und Bewegung können die Liebe zur Natur wecken, Menschen inspirieren und ihnen Mut zum Handeln geben.
Es ist tatsächlich möglich, Bewusstsein zu schaffen, ohne Angst zu verbreiten.
Tanzen hilft Stella, sich selbst bewusster wahrzunehmen und über ihren Körper eine stärkere Verbindung zur Natur zu spüren. Wenn sie in sich gefestigt und aufmerksam ist, trifft sie bewusstere Entscheidungen: Sie kauft weniger Kleidung und Plastikprodukte, fragt sich, was sie wirklich braucht, und versteht den Menschen als Teil eines größeren natürlichen Zusammenhangs. Diese Haltung beeinflusst auch ihre Beziehungen. Es fällt ihr manchmal schwer, mit Freundinnen und Freunden einkaufen zu gehen, die vieles kaufen oder reisen möchten, ohne über die Folgen nachzudenken. Dennoch will sie niemandem Schuldgefühle machen. Sie erzählt lieber von ihren eigenen Entscheidungen und davon, weshalb es sie erfüllt, weniger zu konsumieren. Obwohl sie sich unter Menschen mit einer ähnlichen Haltung wohler fühlt, hält sie gerade die schwierigeren Begegnungen für wichtig: Ohne miteinander zu sprechen, kann sich die Welt nicht verändern.
Wenn wir nicht mit anderen Menschen sprechen, werden wir die Welt nicht verändern.
Ihre Gefühlskarten spiegeln diese Entwicklung wider: von einer unbeschwerten Kindheit über die überwältigende Frage „Und jetzt?“ bis hin zu neuer Motivation. Stella sieht weiterhin einen langen Weg vor sich. Doch für sie braucht Klimaschutz auch Ermutigung, Anerkennung und Freude – nicht nur Kritik daran, was Menschen noch nicht tun.
Mir gibt Hoffnung, dass die Menschen erkennen könnten, dass wir die Welt nicht beherrschen – dass die Natur uns prägt und wir lernen können, wieder stärker im Einklang mit ihr zu leben.
🇳🇴 Norway’s Greenhouse Gas Emissions
Population 5.58 Million, Europe.
Key Messages
- Emissions: Norway emitted around 57.2 megatonnes CO2e in 2024, about 0.1% of the global total.
- Per person: Norway emitted around 10.3 tonnes per person per year in 2024, rated extremely high on a scale where any level above zero adds warming.
- Trend: Emissions fell by around 1.09% a year over the ten years to 2024, slower than the 4% yearly decline the world needs to achieve Net Zero in 2050 and limit warming to around 1.7 °C.
- What drives it: CO2 makes up around 76% of emissions, methane 14%, nitrous oxide 7.3% and F-gases 2.3%.
- Historic responsibility: Since 1851, Norway’s emissions have produced around 5,330 megatonnes CO2e of warming impact, 0.14% of the global total. This averaged around 9.8 tonnes per person per year, rated very high.
